Selbstbedienungskassen boomen: Markterhebung 2025 zeigt Rekordwachstum im Einzelhandel
Berlin – Selbstbedienungskassen (SB-Kassen) erobern den deutschen Einzelhandel im Sturm. Laut der jüngsten Markterhebung des EHI Retail Institute von 2025 wachsen stationäre Self-Checkouts schneller als Self-Scanning-Systeme und machen mittlerweile jede 18. Kasse aus – insgesamt rund 25.000 im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) allein. Über 6.240 Märkte bieten durchschnittlich fast 4 SB-Kassen pro Filiale, was einem Marktanteil von mehr als 10 Prozent entspricht. Große Ketten wie Rewe, Edeka, Lidl, Rossmann und dm führen mit je über 1.000 Ausstattungen.
Warum der Hype? Kostenersparnis und Komfort im Vordergrund
SB-Kassen reduzieren Personalkosten um bis zu 30 Prozent, da ein Mitarbeiter mehrere Terminals betreuen kann. Der Platzbedarf sinkt, zwei Geräte passen auf eine klassische Kasse – Warteschlangen schrumpfen, besonders bei kleinen Einkäufen. Kunden scannen selbst, zahlen bar, per Karte oder App und erhalten Quittungen; Waagen prüfen Gewichte gegen Diebstahl. In der Schweiz heißen sie Self-Scanning oder Self-Checkout, akzeptieren Gutscheine und Mobile Payment.
Branchenführer und Trends
60 Prozent der SB-Kassen stehen im LEH, 21 Prozent in Drogerien – von 5.200 Märkten nutzen 40 Prozent sie. Außerhalb dominieren Rossmann, dm, Ikea, Obi, Kaufland und Thalia. Discounter wie Aldi Süd, Penny und Netto Marken-Discount setzen stark ein. Anbieter wie Flour oder Etron werben mit All-in-One-Lösungen für 24/7-Shops und Hybrid-Modelle.
Herausforderungen nicht ignoriert
Trotz Vorteilen steigt das Diebstahlrisiko – YouTube-Videos zeigen, wie 150 Euro „vergessen“ werden. Sicherheitsmaßnahmen wie KI-Überwachung und Personal in der Nähe sind essenziell. Dennoch steigt die Kundenzufriedenheit durch Autonomie und Schnelligkeit. Mehr über die Rolle von KI im Einzelhandel erfährst du auf unserer Webseite.
Was die Zukunft bringt: Digitale Lösungen auf dem Vormarsch
Die Verbreitung beschleunigt sich, getrieben von Digitalisierung. EHI prognostiziert weitere Expansion in Bau- und Möbelmärkte. Händler sparen nicht nur Kosten, sondern bieten modernes Einkaufserlebnis – ein Win-Win in Zeiten knapper Belegschaften. Bleibt abzuwarten, ob Bargeldrestriktionen die Nutzung bremsen.